User Generated Content: Die Kunden als Markenbotschafter
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User Generated Content: die Kunden als Botschafter

Posted by Kontx on Dez 08, 2020
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User Generated Content, kurz UGC, ist in der Marketing-Welt keineswegs ein neuer Trend. Die Idee dahinter ist geradezu simpel: Nutzer erstellen Inhalte, teilen diese auf Social Media und prägen damit das Gesicht einer Marke. Das Resultat: Eine erhöhte Reichweite, ehrliches und authentisches Storytelling und eine gesteigerte Kundenbindung. Dennoch wird diese Marketingmassnahme in der Umsetzung und Wirkung häufig noch unterschätzt. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen auf Basis unserer Erfahrung als PR-Agentur die Potenziale des UGC und erklären, wie Sie diesen erfolgreich nutzen können. 

Der ehrliche und authentische Kundendialog

«User Generated Content (UGC) bezeichnet Medieninhalte, die nicht von den Anbietern eines Webangebots, sondern von dessen Nutzern erstellt werden. Durch Reposts, Shares oder Beiträge mit Verweisen auf die Nutzer können Brands deren Content auf ihren eigenen Kanälen posten und ein authentisches Markenbild kreieren» (Hubspot, 2019).

UGC ist so wertvoll, weil diese nutzergenerierten Inhalte direkt an die Idee des Word-of-Mouth oder der Mundpropaganda anknüpfen. Persönliche Empfehlungen oder Erfahrungen von Freunden wirken authentisch, ehrlich und sind sehr effektiv, um einen Kunden von einem Produkt oder einer Marke zu überzeugen. Diese Empfehlungen kommen meist von Personen aus dem näheren Umfeld der Nutzer und werden ohne finanzielle Absichten dahinter kommuniziert – und genau diesen ehrlichen Dialog suchen die Konsument*innen heutzutage. Branded Content ist oftmals mit einer grossen Skepsis auf Nutzerseite verbunden und wird «eher als kalkuliert und schönfärberisch empfunden» (Hubspot, 2019). Aus diesem Grund ist User Generated Content oft vertrauenswürdiger und somit effektiver als klassische Werbemassnahmen. Gute nutzergenerierte Inhalte schaffen authentische Markenerlebnisse und führen zu einer stärkeren Identifikation mit einer Marke.

Die Kehrseite der Medaille

Ich kann mich also einfach zurücklehnen und die Community allen Content erstellen lassen? So einfach geht es dann eben doch nicht. Was so leicht klingt, hat eben doch seine Tücken. Auch wenn der Content mit dem Smartphone schnell von den Usern erstellt ist, heisst dies nicht zwingend, dass dieser auch gut ist. Schlechter User generated Content kann sich negativ auf das Image einer Marke auswirken, auch wenn dieser nicht mit bösen Absichten produziert wurde. Da der UGC nicht von der Marke selbst erstellt wird, ist es auch gut möglich, dass dieser nicht den Vorgaben des Unternehmens oder dem gewünschten Markenimage entspricht.

Damit Sie UGC aber erfolgreich für Ihre Marke oder Ihr Unternehmen nutzen können, geben wir Ihnen hier 3 konkrete Tipps aus unserer Erfahrung als PR-Agentur an die Hand:

  1. Sie geben den Takt vor
    Die Begeisterung der Community steht ganz am Anfang des UGC. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Nutzer ausreichend informieren und dann dazu ermutigen und motivieren, Inhalte für Ihre Marke zu kreieren. Dies kann beispielsweise mit einem exklusiven Angebot, der Teilnahme an einem Gewinnspiel oder einem Quiz gemacht werden. Wichtig dabei ist, dass das die Aufgabe verständlich formuliert und einfach umsetzbar ist. Die Konsument*innen können und sollen dazu aufgefordert werden, ihre Meinung zu einem Produkt bzw., einer Marke zu teilen und vielleicht einen persönlichen Tipp zu geben. Ob auf Instagram, Facebook oder dem Unternehmens-Blog – die Wahl des Social Media Kanals soll den Usern schlussendlich aber offen bleiben, da sie oftmals nicht auf allen Kanälen gleich aktiv sind.

  2. Kreativer Hashtag als Aufhänger für den UGC definieren
    Insbesondere auf Instagram können Hashtags bei nutzergenerierten Inhalten eine zentrale Rolle spielen. Sie bündeln die Beiträge zu einem Thema, verlinken User und machen UGC-Kampagnen so sichtbar und auch erfolgreich. Der Hashtag ist ein essentielles Element, um die Beiträge innerhalb einer Community bekannt zu machen. Um einen Widererkennungswert zu schaffen, sollte dieser sich von anderen differenzieren und bestenfalls einen Call-to-Action beinhalten. Als Best Practice Beispiel kann zum Beispiel die #ShareaCoke von Coca Cola angeführt werden. Mit diesem Hashtag, der auf allen Werbematerialien verwendet wurde, hat das Coke-Team einen direkten Einblick in die Community erhalten und war immer up to date, was gerade in den sozialen Medien passierte.

  3. Den Beitrag der User wertschätzen
    Da die User das Schlüsselelement bei nutzergenerierten Inhalten sind, muss diesen auch genügend Aufmerksamkeit geschenkt werden. Es ist wichtig, sich proaktiv um die Nutzer zu kümmern und mit kleinen oder grösseren Belohnungen deren Beitrag wertzuschätzen. Damit meinen wir nicht unbedingt eine finanzielle Entlöhnung. Eine persönliche Erwähnung in einem Artikel, ein Share auf dem Instagram-Account oder der eigenen Website oder ein exklusives Geschenk sind beispielsweise schöne Belohnungen.

So hat beispielsweise auch die Airline Edelweiss ihre Reisenden in die Angebots-Kommunikation eingebunden. Unter dem Motto «Been there. Done that.» konnten Passagiere Fotos von ihren Feriendestinationen mit den Hashtags #flyedelweiss und #DoneThat2019 auf Social Media teilen. Die schönsten Ferienbilder von einer der Edelweiss-Destinationen wurden ausgedruckt und als kleines Plakat an eine Wand im Flughafen Zürich gehängt. Zudem wurden die Bilder auf den Edelweiss Social Media Kanälen geteilt und die Urheber der Bilder somit automatisch zu Edelweiss-Werbebotschaftern gemacht. Als Belohnung wurde unter sämtlichen Teilnehmern Langstreckenflüge verlost, um weitere schöne Ferienerlebnisse zur kreieren.

Quellen:

 

Topics: Digital Marketing, Social Media Marketing, Digitale Kommunikation, Markenidentität, PR, Storytelling

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