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Brand Building: Twitter zwingt Marken ehrlich zu kommunizieren

Posted by Kontx on Jul 29, 2021
Kontx
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Auf dem Laufenden bleiben, neue Zielgruppen erreichen, oder eine Bewegung starten. Twitter ist der Social Media Kanal, der ein Unternehmen in Echtzeit mit dem verbinden kann, was auf der Welt passiert. Trends sind in sekundenstelle bei einem Unternehmen. Unternehmen, die auf Twitter sind, erfahren in Windeseile, wie es um Ihre Markenwahrnehmung bestellt ist und was Konsument:innen von ihrer Marke halten. Twitter ist schnell, oftmals schonungslos, direkt und bekannt dafür, dass sich Menschen frei äussern und so zur Meinungsbildung und zur Entwicklung von relevanten Themen beitragen können. Marken oder Unternehmen wiederum haben die Chance, mal raus aus der Werbesprache zu treten und sich wirklich ernsthaft mit einem Thema auseinanderzusetzen – und mit ihren kritischen Followern gleich mit.

 Twitter: Hier nehmen Themen Fahrt auf

Twitter ist die soziale Plattform, welche auf die schnelle Verbreitung von Informationen spezialisiert ist. Experimentieren und innerhalb einer Diskussion den Tonfall ändern, ist gewünscht und erlaubt. Menschen äussern sich frei und oftmals recht unverblümt auf Twitter. Daher ist dieser Kanal gerade für Marken und Unternehmen interessant, da er die Möglichkeit bietet, dass eine Marke Botschaften austesten und gleichzeitig in Echtzeit beobachten kann, wie die Follower darauf reagieren. Durch das Spiel mit ehrlichen und nicht Platituden-haften Botschaften kann eine Marke menschlicher, nahbarer und interaktiver werden und zu einer Marke, die Follower als relevant erachten und weiterempfehlen. Es bedarf ein wenig Mut, aber vor allem Ehrlichkeit und Kenntnis der Themen und Wünsche, die die eigenen Follower beschäftigen, abseits der eigenen Werbebotschaften. Dann lohnt sich das Experimentieren auf Twitter.[1]

Die «Stimme» einer Marke auf Twitter kann bestimmt werden

Als eine Faustregel gilt, möglichst vielen «Leadern» aus dem eigenen Umfeld als so genannter Zuhörer zu folgen. Warum? Diese setzen Themen, beziehen Stellung, setzen Diskussionen in Gang und steuern auch die Relevanz eines Themas in der öffentlichen Wahrnehmung. Indem man erst einmal folgt und die Diskussion zu Themen beobachtet und dann schrittweise selber ins aktive Handeln kommt, gewinnt die eigene Marke an Profil. Gerade wenn man Branchenleadern folgt, also durchaus Personen mit Gewicht, sollte ein Marke oder ein Unternehmen sich genau überlegen, in welcher Form sie/es sich schrittweise an Diskussionen beteiligt. Indem man einen Branchenleader beispielsweise in einem eigenen Tweet erwähnt, ist ein Anfang gemacht, der dann durch mutigere Interventionen wie Stellung beziehen, ausgebaut werden kann. Indem Marken oder Unternehmen wichtigen Persönlichkeiten oder potenten Marken folgen, sind sie bereits dabei, eine Beziehung zu diesen aufzubauen.[2]

Wer soll Ihre Marke sein und was soll sie darstellen?

Das ist wohl eine der zentralsten Fragen. Tweet-Threads bieten hier eine Möglichkeit, eine Marke hörbar und wahrnehmbar zu positionieren. Manche Themen brauchen einfach Kontext und Platz – je mehr Wörter, desto mehr Kontext, desto mehr Möglichkeiten, Zusammenhänge darzustellen. Gerade für Marken bietet der Twitter-Threat die Möglichkeit, ein Thema oder ein Anliegen gut darzustellen: Sei es über Storytelling, indem eine Marke regelmässig Themen setzt, sei es, indem man als Marke genau beobachtet, was auf Twitter passiert und welche Themen oder Diskussionen gerade zum eigenen Themenfeld gefragt sind und diskutiert werden. Man sollte daher nie aufhören, etwas zu kommentieren, zu liken oder zu retweeten, das von den eigenen Followern gepostet wird und für die eigene Marke relevant ist.

Twitter zwingt Marken und Unternehmen dazu, nicht einfach nur ihre vorgefertigten Botschaften zu verbreiten – Twitter zwingt dazu, Followern zuzuhören und ehrliche Antworten zu geben.

Marken- und Unternehmenskommunikation findet – neben all den klassischen und nach wie vor aus unserer Sicht relevanten Kanälen - inzwischen auch auf Twitter statt oder sollte zumindest dort auch stattfinden, sind wir der Meinung. Nicht dort zu sein, ist keine Option. Gerade hier können sich Marken und Unternehmen vernetzen, interagieren und herausfinden, wie ihre Marke wahrgenommen wird, was man von ihr denkt und vor allem, was die Follower von einer Marke oder einem Unternehmen erwarten.

Twitter ist kein Megphon für Markenbotschaften

Daher ist eines entscheidend: Einfach nur die vordefinierten Botschaften gebetsmühlenartig über den Äther zu jagen, geht nicht. Twitter ist wie keines der anderen sozialen Netzwerke eine Plattform, auf der Marken und Unternehmen Farbe bekennen und aus ihrer Komfort-Zone heraustreten müssen: Marken oder Unternehmen müssen relevant und konsistent in ihren Aussagen und beim Setzen von Themen sein. Eine Marke sollte den Mut aufbringen, ihren Followern Fragen zu stellen. Denn Follower folgen einer Marke nicht einfach nur, um von ihr mit Werbebotschaften berieselt zu werden. Menschen nutzen die sozialen Netzwerke auch nicht mehr einfach nur, um Informationen zu erhalten. Sie wollen ihre Meinung zu einem Thema kundtun und wissen, was die Marke oder das Unternehmen darüber denkt, dem sie folgen und - auch vertrauen wollen. Als Marke oder Unternehmen heisst das, jede Frage ehrlich und transparent zu beantworten. Wirklich jede.

Follower sind direkt, Diskussionen werden teilweise schonungslos geführt. Wenn eine Marke nicht glaubwürdig rüberkommt, kann das ein blaues Auge geben. Wir sind allerdings der Meinung, dass Unternehmen und Marken mit Twitter einen Kanal haben, über den sie nicht ehrlicher und direkter erfahren können, wie es um das eigene Ìmage steht, was Menschen von ihnen denken, was sie erwarten und welche Haltung sie von einem Unternehmen oder einer Marke zu gesellschaftlich relevanten Themen erwarten (User Research).[3] Also einfach mal trauen und in die Arena eintreten.

Quellen:

[1] IONOS Digital Guide: https://www.ionos.de/digitalguide/online-marketing/social-media/twitter-strategien-twitter-fuer-unternehmen/

[2] Hubspot: How to build a Memorable Personal Brand on Twitter https://blog.hubspot.com/marketing/personal-brand-on-twitter

[3] egg Marketing Blog: https://www.eggmarketingpr.com/blog/tips-for-successful-community-building-on-twitter-for-your-brand/

Bildnachweis: Chris. J. Davis, unsplash.com

Topics: Unternehmenskultur, Digitale Kommunikation, Brand Building, Storytelling, Unternehmenskommunikation

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