J&P Unternehmenskultur (Shaking Hands)
Möchten Sie uns kontaktieren?  Klicken Sie hier!

Eine neue Unternehmenskultur für die J+P Gruppe

Posted by Silke Conrad-Harris on Apr 27, 2020

Was braucht es, um verschiedene Teams oder gar verschiedene Professionen so zu vereinen, dass am Ende ein gemeinsames Unternehmen entstehen kann? Wie kann eine einheitliche Unternehmenskultur aufgebaut werden? Lesen Sie in unserer Case Study, wie wir diese Frage für die J+P Gruppe beantwortet haben.

Die J+P Gruppe kontaktierte uns 2018. Aus einem kleinen Steuerberatungsbüro waren im Laufe von rund 40 Jahren durch Zukäufe und Übernahmen vier Unternehmen geworden. Die mittlerweile rund 80 Mitarbeiter*innen und Partner*innen verteilten sich über vier Standorte und vereinten vier Professionen und Philosophien (Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung und Rechtsberatung) unter einem Dach. Eine gemeinsame Unternehmenskultur gab es nicht. Die Frage an uns: Kann man daraus ein Unternehmen machen? Unsere Antwort: Die Unternehmen brauchen ein gemeinsames Dach und eine gemeinsame Unternehmenskultur.

Tiefeninterviews und anonymisierter Fragebogen für eine ehrliche Bestandsaufnahme

Nach dem ersten Gespräch und einer Präsentation im Partnerkreis wurde klar, dass selbst bei den Partner*innen kein Konsens herrschte, wo es hingehen sollte. Wir brauchten eine offene und ehrliche Bestandsaufnahme, ohne den Status Quo zu kennen, kann keine neue Unternehmenskultur entstehen. Dafür entwickelten wir einen anonymen Fragebogen, den alle Mitarbeiter*innen online ausfüllen konnten. Zusätzlich führten wir mit allen Partner*innen und ausgewählten Mitarbeiter*innen Tiefeninterviews. Wir, als unabhängige Berater*innen, erhielten ehrliches Feedback auf unsere Fragen und konnten so zeitnah ausmachen, wo die Probleme lagen: Mehr Mitbestimmung, mehr Miteinander generell und ein besserer Austausch, waren die wichtigsten Wünsche – die Ausgangslage für den nachfolgenden Change Prozess.

Wer sind wir eigentlich und wofür stehen wir?

Die Ergebnisse der Interviews und Fragebögen werteten wir aus und präsentierten sie der Partnerrunde im Rahmen eines zweitägigen Workshops. Am ersten Workshop-Tag ging es vor allem darum, Prozesse für die künftige Zusammenarbeit zu entwickeln, am zweiten Tag um die Erarbeitung eines Wertekanons, einer Mission und Vision sowie konkreten Umsetzungsmassnahmen, die letzten Endes in einer konkreten Strategie zum Markenaufbau münden sollten. Zu diesem Teil des Workshops waren ausgewählte Mitarbeiter*innen eingeladen, was sich positiv auf die Belegschaft auswirkte. Es wurde diskutiert, gelacht, auf Flipcharts gezeichnet – kurz: ein kreativer Prozess war voll im Gange, bei dem auch die zusammengearbeitet haben, die sonst wenig miteinander zu tun haben. Am Ende hatten wir eine Mission, eine Vision und einen groben Wertekatalog, der für alle Unternehmen unter dem neuen J+P-Dach gelten sollte, erarbeitet. Im Nachgang wurde alles noch sprachlich ausgearbeitet.  

Neues Logo, neuer Claim, neuer Aussenauftritt

Die Grundlage für die veränderte Unternehmenskultur war gelegt. Das war aber noch nicht alles: Ein Business-Partner entwickelte ein neues CI inkl. Logo. Zusätzlich wurde ein Claim gewünscht, der dem neuen Dach aufgesetzt werden sollte. Während eines intensiven Brainstormings hatte einer der Partner plötzlich die zündende Idee: Das WIR macht den Erfolg! Für die J+P Gruppe passte dies, wie die Faust aufs Auge. Der Claim zeigt auf einen Blick, wer J+P ist und wie dort gearbeitet wird. Mission, Vision, Werte und Claim wurden anschliessend kreativ umgesetzt und visualisiert, so dass die J+P Mitarbeiter *innen diese nun in Plakatform an den Wänden sehen, oder als Tassen auf dem Tisch. Eine neue Website transportiert nun das neue Bild der Gruppe nach innen und aussen.

Der Realitätscheck

Die Voraussetzungen für eine einheitliche Unternehmensgruppe und eine neue Unternehmenskultur waren erfüllt. Leistungen und Wissen der vier Unternehmen wurden gebündelt, aufeinander abgestimmt und die Mitarbeiter*innen an allen drei Standorten in einen Prozess integriert, an dessen Ende ein klares Bekenntnis zu einem starken Unternehmen mit einem aussergewöhnlichen Team aus Persönlichkeiten stand. Um das auch weiterhin zu gewährleisten, unterstützten wir die J+P Gruppe in ihrem Change Prozess noch bei der Entwicklung eines Organigramms und bei der Erschaffung von Führungsebenen, die den Mitarbeiter*innen Aufstiegsmöglichkeiten und Karriereoptionen aufzeigen. Die dazugehörigen Stellenbeschreibungen entwickelten wir gemeinsam mit der J+P Gruppe, die nun gut für die Zukunft gerüstet ist. J+P bietet nach wie vor Steuerberatungs-, Wirtschaftsprüfungs-, Rechtsberatungs- und Unternehmensberatungsleistungen in der gewohnten Qualität, aber künftig alles unter einem Unternehmensdach und mit einer neuen, klaren Unternehmenskultur.

Bildnachweis: Charles Deluvio / Unsplash 

Topics: Unternehmenskultur, Agenturleben, Arbeitsalltag

Möchten Sie wissen, welche Schritte in einem Werteprozess essentiell sind? Lesen Sie unsere Checkliste mit den sechs wichtigsten Punkten eines Werteprozesses:                  
Download Checkliste

Was sind Healthcare-Influencer:innen?

Menschen vertrauen den Empfehlungen anderen Menschen. Wieso sollte das im Healthcare-Bereich mit Influencer:innen anders sein?   Healthcareunternehmen verfügen über…

Corporate Podcast - Storytelling der Stunde

Orts- und zeitunabhängig Inhalte nach aussen tragen? Mitarbeiter:innenjederzeitdie Chance geben, interessante News oder Wissenswertes zu konsumieren? Ein Corporate…

Im Gespräch mit Beat Schoch von Stutz Medien AG

Wir wollen auf unserem Kontx-Blog immer wieder unsere Partner und Freunde von Kontx zu Wort kommen lassen, die sich wie wir mit dem Thema Storytelling, Brand…

Storytelling für Könner: Mit In-App Werbung zum Erfolg

Schweizer*innen verbringen rund zwei Stunden pro Tag an ihrem Smartphone.1Sei es, um mit dem besten Freund zu telefonieren, die nächste Zugverbindung zu googeln…

Clubhouse: Was dahinter steckt und was es für das Storytelling bedeutet

«Hast du eine Einladung bekommen?» Das ist seit Wochen eine häufig gestellte Frage. Viele sind bereits selbst gefragt worden oder haben eine Einladung erhalten. Und…


SCHREIBEN SIE EINEN KOMMENTAR: